17. Mrz, 2020

Reges Treiben im 9000 EinwohnerInnen Ort Banff: Bereits zum elften Mal fanden die “World
Transplant Winter Games“ statt, dieses Jahr in Kanada. Die Bewerbe wurden vom 23. bis 29.
Februar 2020 in Banff und Canmore ausgetragen, zwei Ortschaften im Bundesstaat Alberta. Über vier Millionen Gäste besuchen jährlich den Wintersportort Banff, 1988 fanden die Nordischen Bewerbe in Canmore statt.

Renata Hönisch, gebürtige Oberösterreicherin und ehemalige Paralympics Medaillengewinnerin, vertrat eine von insgesamt 20 Nationen im Langlauf und konnte zwei Siege verzeichnen. Sowohl 5km klassisch, als auch das einstündige Langlaufen klassisch gewann die 61-jährige Traunerin und durfte sich über zwei erste Plätze freuen. Ihr Begleitläufer, Christian Luschnig aus Kärnten, verhalf Renata Hönisch zum Sieg, indem er die fast blinde Traunerin mit seiner Sehkraft unterstützte. Doch ohne ihre Sponsoren wäre die Teilnahme für die professionelle Sportlerin gar nicht möglich gewesen: Der Rotary Club Traun ermöglichte Renata Hönisch die Reise nach Kanada; außerdem unterstützen sie die Firmen Löffler und Fischer in materieller Hinsicht.

Trotz perfekter Loipen und guter Wetterlage gestaltete sich das Langlaufen als anspruchsvoll, da die Strecken von einigen Kurven durchzogen wurden, mit zahlreichen
Anstiegen und Abfahrten. Dies zeigte sich auch in ihrer Höchstgeschwindigkeit,die bei 34
km/h lag.

Als Weltmeistern in ihrer Altersklasse und Zweitplatzierte bei allen Damen (nach Cynthia
Gluck, USA) konnte die Oberösterreicherin trotzdem keine Medaillen von ihrer 30-stündigen
Reise nach Hause mitnehmen. Das Corona-Virus verhinderte die Lieferung der
Siegermedaillen aus China, die nachgeschickt werden - die Preisverleihung war demzufolge
rein symbolisch.

Text von Julia Hönisch


 

8. Jan, 2020

Von hochsommerlichen Temperaturen in Oberösterreich ging es für die sportliche Traunerin Renata Hönisch ins kühle Newcastle, eine charmante Stadt im Nordosten Englands. Vom 17. bis 24. August fanden hier die World Transplant Games 2019 statt. Zum 13. Mal nahm die 60-jährige Oberösterreicherin mit hochgradiger Sehbehinderung und Knochenmarktransplantation an den Weltmeisterschaften teil.

Etwas überraschend gestaltete sich der Abflug: Aufgrund einer Erkrankung konnte ihr Begleitläufer nicht mitkommen. Das deutsche Team bot Renata Hönisch freundlicherweise sofort Unterstützung an, doch dann fand sich eine weitere Lösung: Florian Preuner, ein Physiotherapeut aus Vorchdorf, begleitete die Traunerin und konnte sich mit ihr über zwei Medaillen freuen. Positiv überrascht zeigte sich Renata Hönisch über den zweiten Platz im 1500 m Lauf und den 3. Platz im 800 m Lauf; im Gehen landete sie auf Rang vier; im Diskus auf Platz 5 und beim Kugelstoßen auf Platz 7.

Somit ist die Sportlerin die erfolgreichste Teilnehmerin der österreichischen Nationalmannschaft. Ende gut, alles gut: Trotz der etwas ungewissen Situation am Anfang wendete sich das Blatt für Renata Hönisch zum Besten.


 

5. Jan, 2020

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach mehr als 11 gemeinsamen und sehr erfolgreichen Jahren habe ich die Betreuung von Renata Hönisch aus privaten Gründen leider beenden müssen. Es war für mich eine große Ehre, eine so erfolgreiche Sportpersönlichkeit so einen langen Zeitraum begleiten zu dürfen.

Es waren viele sehr schöne und emotionale Momente dabei. Wenn ich nur an die EM 2010 in Dublin denke, bekomme ich heute noch Gänsehaut. Sie war dort erstmals mit ihrem Bruder und Lebensretter Thomas als Begleitläufer am Start und hat mit ihm damals 5 Medaillen gewonnen. Ein Highlight war auch die Verleihung des „Goldenen Leo“ für ihr Lebenswerk im Rahmen der Festveranstaltung der OÖN-Sportlerwahl 2015. Die Laudatio hielt damals unser ehemaliger Landeshauptmann Dr.Josef Pühringer, der so wie Renata ja auch ein Trauner ist.

Die Verleihung des Life Awards in der Kategorie Sport 2010 in Innsbruck war für mich auch so ein unvergesslicher Moment. Das letzte Geschenk der Stadt Traun zum 60er war für uns beide auch etwas ganz Besonderes: Der Motorik Park am Badesee in Oedt hat ihren Namen bekommen und heißt seit Juni „Renata Hönisch Motorikpark“.

Dass sie noch immer großartige Leistungen erbringen kann, haben die 21.World Transplant Games 2019 in Newcastle (England) gezeigt:  Silber über 1.500m und Bronze über 800m, dazu noch 2 Top-Ten-Plätze.
Für Renata waren es die Medaillen 89 und 90 bei internationalen Wettkämpfen wie Paralympics, Welt- und Europameisterschaften.

Ihr nächstes Ziele sind die Winter World Transplant Games (2020)  in Kanada sowie die Europameisterschaften in Dublin (2020). Ihr Fernziel:  Medaille 100 !
Sie als Vertreterinnen und Vertreter der Medien haben uns durch ihre Berichterstattung sehr geholfen und unterstützt. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar. Es würde mich freuen, wenn Sie das auch in Zukunft tun.

Sie erreichen Renata per E-Mail unter renata.hoenisch@aon.at

Renata, es war sehr schön. Es hat mich sehr gefreut !

Alles Gute für deine sportliche und private Zukunft !

Hubert Kehrer


 

16. Jun, 2019

Die Stadtgemeinde Traun hat den Motorikpark am Badesee Oedt zu Ehren der Trauner Ausnahmesportlerin Renata Hönisch in

„RENATA HÖNISCH MOTORIKPARK“  benannt.

Die offizielle Taufe fand vergangenen Donnerstag statt. Bürgermeister Rudolf Scharinger und Sportstadtrat Franz Amann würdigten in ihren Reden die großen sportlichen Erfolge der 9-fachen Paralympicstarterin Renata Hönisch. Die Traunerin ist aber nicht nur als Sportlerin, sondern auch wegen ihrer Lebenseinstellung ein großes Vorbild für viele Sportlerinnen und Sportler, vor allem aber auch für Menschen mit einem ähnlichen Schicksal.

„Für mich als Traunerin hat diese Ehrung einen sehr hohen Stellenwert. Ist sie doch eine große Anerkennung meiner sportlichen Erfolge durch meine Heimatgemeinde, die mich seit vielen Jahren unterstützt. Schade, dass das meine Eltern nicht mehr erleben dürfen“, so eine sichtlich sehr bewegte Renata Hönisch.

In ihrer Dankesrede versuchte sie vor allem den Schülerinnen und Schülern der NMS Traun ihre Lebensphilosophie näher zu bringen. „Medaillen und Titel haben für uns Sportlerinnen und Sportler eine hohen Stellenwert. Dafür trainieren wir und investieren viel Zeit. Für mich ist aber auch ein 4.Platz ein Erfolg, wenn ich an diesem Tag meine optimale Leistung abrufen konnte und alles gegeben habe“, so Renata Hönisch auf die Frage, was für sie Erfolge bedeuten.

Einige Mitglieder des Trauner Gemeinderates ließen es sich nicht nehmen, Renata Hönisch persönlich zu gratulieren. Mit dabei auch ihre Schwester Gertraud und ihr langjähriger Manager Hubert Kehrer.

Im Anschluss an die Feier nahm Bürgermeister Rudolf Scharinger gemeinsam mit Renata Hönisch eine Siegerehrung vor. Die Schülerinnen und Schüler der NMS Traun haben an diesem Tag den Motorikpark mit einem Teambewerb getestet und waren begeistert von den Möglichkeiten, die er bietet. „Es macht mich stolz, von so einer berühmten Trauner Sportlerin die Goldmedaille zu bekommen. Für mich ein besonderes Highlight“, so ein Mitglied des Siegerteams.

Fotos von der Taufe >

Fotos: Hubert Kehrer


 

9. Apr, 2019

Der Start bei der Ridderweek im norwegischen Beitostølen hat für die stark sehbehinderte Trauner Ausnahmesportlerin Renata Hönisch bereits Tradition. Es ist eine der größten nordischen Veranstaltungen im Behindertensport. Dieses Jahr waren 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Nationen am Start. Gemeinsam mit ihrem Guide Sim Gerkum, einem norwegischen Sportstudenten, war sie bei 3 Rennen am Start und das sehr erfolgreich.

Biathlon  /  6km klassisch
Altersklasse:   1.Platz
Gesamtwertung Damen:  2.Platz

5km klassisch
Altersklasse und Gesamtwertung Damen:  1.Platz mit Tagesbestzeit

Ridderrennet /  20km klassisch
Altersklasse:  Platz 1
Gesamtwertung Damen:  4.Platz

Bilanz von Renata Hönisch
„Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Beim Ridderrenet hätte ich auf Grund der extremen Verhältnisse Eislaufschuhe gebraucht. Da habe ich nicht volles Risiko genommen. Ein Sturz verhinderte leider einen Stockerlplatz.
Alles in allem ein versöhnlicher Abschluss nach dieser verkorksten Saison. Gesundheitliche Probleme von mir und meinem Guide verhinderten den Start bei der Staatsmeisterschaft und den Internationalen Österreichischen Meisterschaften der Transplantierten und Dialysepatienten.“

Jetzt beginnen die Vorbereitungen auf die Sommerbewerbe mit der WM der  Transplantierten in Newcastle (England) als Highlight.